Die Grüne Bundestagsabgeordnete Karoline Otte kritisiert die Streichung des Bundesförderprogramms „Gemeinsam gegen Leerstand“ durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Auch die Stadt Herzberg am Harz und die Gemeinde Bad Grund hatten sich für das Programm beworben. Nun ist klar: Aus den in Aussicht gestellten Fördermitteln wird nichts, der Harzkurier berichtete.
„Wer durch Herzberg läuft, sieht es sofort: Hier muss dringend etwas passieren. Leerstehende Häuser im Ortskern, geschlossene Geschäfte, bröckelnde Fassaden. Und genau in diesem Moment kassiert die Bundesregierung das Programm, das endlich Unterstützung gebracht hätte. Das ist eine bittere Enttäuschung für all die, die sich vor Ort dafür eingesetzt haben“, sagt die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Karo Otte, die im Bundestag für die Grünen auch zu kommunalen Finanzen arbeitet.
„Strukturschwache Kommunen wie Herzberg oder Bad Grund werden mit dem Problem allein gelassen. Wer hier nicht investiert, riskiert, dass ganze Ortskerne verfallen. Das hat Folgen für das Vertrauen in den Staat. Wenn die Bundesregierung Geld für Steuersenkungen bei Großkonzernen hat, muss sie auch unsere Innenstädte stärken. Herzberg und Bad Grund haben mehr verdient als leere Versprechen!“, so Karo Otte weiter.