Angesichts der wachsenden Armut in Deutschland fordert die Bundestagsabgeordnete Karoline Otte eine politische Kehrtwende. Anlass ist der heute veröffentlichte Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Demnach sind 13,3 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen; die Armutsquote ist auf 16,1 Prozent gestiegen, ein neuer Höchststand. Erst kürzlich hatte der Global Wealth Report der Boston Consulting Group gezeigt, dass die Vermögen deutscher Milliardäre im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent gewachsen sind.
„So viele Menschen wie nie zuvor leben in Deutschland in Armut. Während die Vermögen derer, die Lidl, Kaufland und Aldi besitzen, im letzten Jahr so stark gewachsen sind wie noch nie, fragt sich gleichzeitig eine Rekordzahl an Menschen, ob sie sich am Ende des Monats noch den Supermarkteinkauf leisten können. Das ist ein Zustand, den wir nicht länger hinnehmen können“, sagt die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Karo Otte, die für die Grünen im Finanzausschuss sitzt.
„Durchschnittsverdiener zahlen fast die Hälfte ihres Gehalts an Steuern und Abgaben und finanzieren damit Rente, Krankenhäuser, Kitas und Schulen. Milliardäre kommen mit maximal 30 Prozent davon.
Statt zu diskutieren, ob wir uns den Zahnarztbesuch von Oma Erna noch leisten können, müssen die Krankenkassenbeiträge um 2 % runter, was gut für alle ist, und die krassen Vermögen in Deutschland müssen endlich ihren fairen Beitrag leisten“, so Karo Otte weiter.
Karo Otte ist Grüne Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen. Sie arbeitet im Finanzausschuss zu Steuern und Kommunalfinanzen.
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Mathilde Möller
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